Zeichnung

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Lebt und arbeitet in Berlin

Iris Schieferstein stellt das Verhältnis von Mensch und Tier in den Mittelpunkt ihrer Arbeiten. Kreatur wird zum Objekt, das Objekt zum Material. Dabei lotet sie Grenzen aus, überschreitet sie und fordert unser ästhetisches Empfinden. Sie bricht Konventionen, fragt nach Tabus und entwickelt so eine neue und ungewohnte Sichtweise auf das, was uns selbstverständlich erscheint. Geradezu liebevoll geht sie mit den Präparaten um, fügt sie zu neuen Wesen, zeigt sie in ungewohntem Zusammenhang. Das Menschliche wird im Tier deutlich und das Kreatürliche im Menschen. Vielleicht geht es der Künstlerin um diese Irritationen, mehr noch um unser Verhältnis zur Kreatur?

Tierpräparate als künstlerisches Material werfen ethische Fragen auf, auf die die Künstlerin ästhetische Antworten gibt. Ist unser Umgang mit Tierischem wirklich unproblematisch, hegen wir nicht Allmachtsfantasien, manipulieren die Kreatur? Oder steckt in jedem der Präparate ein Stück Tod, der als Kunstwerk ein Teil des Lebens wird? Die Künstlerin fordert so neue Sichtweisen heraus.

In vielfältigen Bedeutungen tauchen Tiere in unserer Alltagssprache auf, sie stehen als Metaphern für Kraft, Schnelligkeit, Wehrhaftigkeit, Sexualität, sie sind Schmusetiere und Kindersatz. Warum nicht diese Bilder neu zusammensetzen und zu bisher nicht gekannten Bedeutungen bringen?

Die Arbeiten von Iris Schieferstein haben etwas Spielerisches, fast Kindliches in der Lust am Kombinieren, Assoziationen hervor zu rufen. Zugleich stören sie, fordern Widerspruch heraus, lehnen Gemütlichkeit ab und regen so zum Nachdenken an.


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8. Juni - 3. August 2008

Stadthaus am Klaustor
36251 Bad Hersfeld

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