Zeichnung

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Iris Schieferstein lotet Grenzen aus, überschreitet sie und strapaziert damit unser ästhetisches Empfinden. Sie bricht Konventionen, fragt nach Tabus und entwickelt so eine neue und ungewohnte Sichtweise auf das, was uns selbstverständlich erscheint. Als Lebensmittel begegnen uns alltäglich Teile von Tieren, wir haben sie auf unserem Teller, verarbeitet und ihrer ursprünglichen Gestalt beraubt. Was aber nicht zu Fleisch, Wurst und Schinken verarbeitet wurde und als Lebewesen erkennbar bleibt ruft in uns Irritationen hervor. Vielleicht geht es der Künstlerin um diese Irritationen, mehr noch um unser Verhältnis zur Kreatur?

Tiere sind für uns Hausgefährten, Zeitvertreib, Spiel- oder Sportkameraden, Rohstoff oder wissenschaftliches Versuchsobjekt. Sie werden dazu gezüchtet, bringen Höchstleistungen. Grenzen sind kaum zu erkennen, wenn sie nur unserem menschlichen Zweck entsprechen. In der Gentechnologie werden unmittelbar ihre Eigenschaften oder ihre Erscheinungen verändert. Die Künstlerin benutzt dagegen ästhetische Mittel und fordert so neue Sichtweisen heraus. In vielfältigen Bedeutungen tauchen Tiere in unserer Alltagssprache auf, sie stehen als Metaphern für Kraft, Schnelligkeit, Wehrhaftigkeit, Sexualität, sie sind Schmusetiere und Kindersatz. Warum nicht diese Bilder neu zusammensetzen und zu bisher nicht gekannten Bedeutungen bringen? Die Arbeiten von Iris Schieferstein haben etwas Spielerisches, fast Kindliches in der Lust am Kombinieren, Assoziationen hervor zu rufen. Zugleich stören sie, fordern Widerspruch heraus, lehnen Gemütlichkeit ab und regen so zum Nachdenken an.


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3. November - 15. Dezember 2007

Schlossstr. 12
19053 Schwerin

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